Eine deutsche Perspektive für Steampunks
Posted By Traveler on 3. Februar 2010
Sieht man sich die Steampunk-Landschaft (ich liebe zusammengesetzte Neologismen) an, stellt man fest, dass die Mehrzahl der Steampunks ihre Inspiration aus einem der folgenden Bereiche nehmen:
- Post-Apokalyptisch (wobei der Zeitpunkt der Apokalypse sehr unterschiedlich ist)
- Neo-Viktorianisch/Weird Victorian (siehe Liga der Außergewöhnlichen Gentlemen)
- Weird West
Ich finde es durchaus schade, dass diese Auswahl auch auf deutsche Steampunks zutrifft. Dabei bietet die deutsche Geschichte zwischen 1840 und1914 genug Material um jeden Steampunk glücklich zu machen:
- Die Industrielle Revolution in Deutschland (primär Preußen)
- Der Vormärz
- Der Preußisch-Österreichische Krieg
- ZEPPELINE
- Massiver Ausbau der Eisenbahn
- Genug bekannte Wissenschaftler, Unternehmer und Erfinder (Röntgen, Siemens, Krupp) für jede Geschichte. Wenn man die Fakten hier steamed, kommt eine ganze Menge bei raus.
- Ferdinand von Zeppelin
- Die deutschen Staaten und später das Deutsche Reich war mit dem größten teil der Welt, inklusive Großbritannien, dem Russischen Reich und den USA, befreundet
- Neu Schwanstein und andere romantische Elemente
Also, der “historische” Steampunk-Zeitraum bietet genug, auf dem man aufbauen kann, wenn man eine Gründerzeit-Perspektive wählt (so wie ich das getan habe).
Das Deutsche Reich war damals noch nicht der Weltbösewicht, für das es später (besonders in Pulp-und Dieselpunk-Settings) genutzt wurde und wird.
So, und zum Abschluss wieder ein nettes Zeppelin-Photo:





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